Die meisten Fehlstarts sind keine Defekte, sondern Reihenfolgefehler. Was auf die Saugseite gehört, was auf die Druckseite, und warum die Pumpe beim ersten Lauf offen bleiben muss.
Eine Gartenpumpe anzuschließen dauert zwanzig Minuten und geht in neun von zehn Fällen an derselben Stelle schief: auf der Saugseite. Dort herrscht Unterdruck, und dort ist jede undichte Verschraubung, jeder ungeeignete Schlauch und jeder Hochpunkt ein Grund, warum die Pumpe hinterher läuft, aber nichts fördert. Die Druckseite ist dagegen gutmütig – wo es dort nicht dicht ist, tropft es sichtbar. Diese Asymmetrie ist die wichtigste Regel beim Aufbau: Auf der Saugseite arbeitest du sorgfältig, auf der Druckseite bequem.
Der Standort entscheidet über die halbe Ansaugsituation. Er sollte fest, waagerecht, trocken und so nah und so tief an der Wasserquelle wie möglich liegen. Eine Gehwegplatte reicht als Untergrund; auf weicher Erde wandert die Pumpe durch die Vibration und zieht die Verschraubungen schief. Gummierte Füße helfen dabei – bei der Metabo P 4000 G sind sie ausdrücklich Teil der Ausstattung, ebenso ein Antivibrationsgriff bei der T.I.P. GP 5000 INOX.
Zwei Dinge, die man vor dem Anschließen klären sollte: Die Pumpe darf nicht in einer Senke stehen, in der sich Regenwasser sammelt, und das Netzkabel gehört nicht in eine Pfütze. Gartenpumpen sind für den Betrieb im Freien gebaut, aber nicht dafür, im Wasser zu stehen. Für den Anschluss ans Stromnetz gilt: geeignete Außensteckdose, Kabel so verlegen, dass niemand darüber stolpert, und im Zweifel jemanden fragen, der die Elektrik im Garten kennt.
Üblich sind bei Gartenpumpen 1-Zoll-Gewinde, also 33,3 mm. Wichtig ist trotzdem der Blick ins Datenblatt, weil sich zwei Details unterscheiden: Innen- oder Außengewinde und Saug- gegen Druckseite. Wer die falsche Kombination kauft, steht mit Pumpe und Schlauch da und braucht noch einen Adapter.
| Pumpe | Anschluss laut Datenblatt |
|---|---|
| Gardena 3000/4 Basic | 33,3 mm (G1) |
| Einhell GC-GP 6538 | 33,3 mm (R1 Außengewinde) |
| Güde GP 6035 | 1 Zoll Innengewinde |
| Einhell GC-GP 6040 ECO | Druck 1 Zoll, Saug 1¼ Zoll |
| Übrige Pumpen im Feld | 1 Zoll |
Die beiden Einhell-Modelle mit dem größeren Sauganschluss sind der interessante Fall: Ein größerer Querschnitt auf der Saugseite senkt genau dort die Reibungsverluste, wo sie die Ansaughöhe kosten. Wer solche Pumpen mit einem 1-Zoll-Saugschlauch betreibt, verschenkt diesen Vorteil.
Auf der Druckseite kommt der Schlauch zum Verbraucher, oft über einen Verteiler. Wichtig ist beim ersten Start nur eines: Sie muss offen sein. Die Pumpe schiebt beim Ansaugen zuerst Luft aus der Saugleitung heraus – und die muss irgendwohin. Ein geschlossener Hahn oder eine geschlossene Brause hindert die Luft am Entweichen, und dann bekommt die Pumpe die Leitung nicht leer.
Der Ablauf beim ersten Start:
Ein letzter Punkt zum Ein- und Ausschalten: Ein Schalter direkt am Gerät ist bequemer und schont die Steckdose. Belegt ist er unter anderem bei der Einhell GC-GP 6538, der Einhell GC-GP 6040 ECO, der T.I.P. GP 5000 INOX, der T.I.P. GP 3000 INOX und dem T.I.P. Garten-Jet 750. Bei der Gardena 3000/4 Basic gibt es laut Käuferrückmeldungen keinen Schalter am Gerät – dort läuft alles über den Netzstecker. Warum die Pumpe überhaupt befüllt werden muss, erklärt der Ratgeber selbstansaugend erklärt.
Gewindedichtband liegt bei, gummierte Füße dämpfen Vibration – zwei Details, die beim Aufbau helfen. 4.000 l/h bei rund 4,6 bar aus 1.100 Watt, Pumpengehäuse aus Grauguss. Mit 4,6 Sternen aus 1.099 Bewertungen der beste Sterneschnitt im Feld.
Wasserfüllanzeige zum Befüllen mit Sichtkontrolle, Metallgewinde und ein größerer Sauganschluss mit 1¼ Zoll gegenüber 1 Zoll auf der Druckseite. 4.000 l/h bei 3,6 bar aus 600 Watt, 6,55 kg. 4,4 Sterne aus 833 Bewertungen.
Zwei G1-Doppelnippel liegen bei, dazu Gewinde aus Messing und eine zweite Einfüllöffnung zum Befüllen ohne Trichter. 3.000 l/h bei rund 3,5 bar aus 600 Watt, 6,07 kg. 4,5 Sterne aus 1.537 Bewertungen.
Ein Saugschlauch mit Spiraleinlage. Ein normaler Gartenschlauch zieht sich unter Unterdruck zusammen und liefert dann kein Wasser. Dazu gehören ein Rückschlagventil am Fußende und ein Saugkorb.
Die Pumpe schiebt beim Ansaugen zuerst Luft aus der Saugleitung heraus – und die muss irgendwohin. Ein geschlossener Hahn oder eine geschlossene Brause hindert die Luft am Entweichen.
Üblich sind 1-Zoll-Gewinde, also 33,3 mm. Unterscheiden musst du zwischen Innen- und Außengewinde sowie zwischen Saug- und Druckseite – als einzige Pumpe im Vergleich hat die Einhell GC-GP 6040 ECO einen größeren Sauganschluss mit 1¼ Zoll.
Mehrere Pumpen im Vergleich haben Anschlüsse aus Kunststoff, die man an Messing-Gegenstücken mit Gefühl anziehen sollte. Ein überdrehtes Gewinde ist nicht mehr dicht zu bekommen.
Abschalten statt weiterlaufen lassen. Die Pumpe fördert dann nichts, kühlt sich nicht und beschädigt ihre Dichtung. Ursache suchen, neu befüllen, erneut starten.
Im Vergleich steht das Anschlussmaß jeder der 11 Pumpen neben Fördermenge, Druck, Ansaughöhe und Gehäusematerial.