Am Regenfass steht die Pumpe fast auf Wasserhöhe – die Ansaughöhe ist damit unkritisch. Dafür lauert hier die Gefahr, die keine dieser Pumpen selbst abwendet: das leerlaufende Fass.
Das Regenfass ist der einfachste Einsatzort für eine Gartenpumpe und gleichzeitig der, an dem am meisten schiefgeht. Einfach ist er, weil die Pumpe praktisch auf Höhe des Wasserspiegels steht: Die Ansaughöhe, sonst das härteste Kriterium, spielt hier kaum eine Rolle, und selbst die Pumpen mit den niedrigsten Werten im Feld – sieben Meter bei der Gardena 3000/4 Basic, der Güde GP 6035 und der LANCHEZ 5000 l/h INOX PRO – haben mehr Reserve, als du brauchst. Schwierig ist er, weil ein Fass endlich ist. Läuft es leer, während die Pumpe läuft, arbeitet sie ohne Wasser – und keine der 11 Pumpen in unserem Vergleich hat einen Trockenlaufschutz ab Werk.
Am Regenfass hängt in den meisten Fällen ein Schlauch mit Brause oder Spritze, manchmal ein einzelner Regner. Das ist Arbeit für die Kompaktklasse bis 3.800 l/h, in der fünf der 11 Pumpen liegen. Mehr Fördermenge bringt am Fass sogar wenig, denn eine Pumpe mit 5.000 l/h würde ein 200-Liter-Fass in wenigen Minuten leerziehen – und dann trocken laufen.
Wichtiger als die Menge ist am Fass der Druck, wenn ein Regner dranhängt. Hier lohnt der Blick auf die kleinen Pumpen mit viel Druck: Die T.I.P. GP 3000 INOX kommt bei 2.950 l/h auf rund 4,2 bar, der T.I.P. Garten-Jet 750 bei 2.800 l/h ebenfalls auf rund 4,2 bar. Beide liegen damit über den 3,6 bar mehrerer deutlich größerer Pumpen der Leistungsklasse.
Läuft eine Kreiselpumpe ohne Wasser, fehlt ihr gleichzeitig das Kühl- und das Schmiermittel. Die Gleitringdichtung an der Welle wird trocken heiß, verzieht sich und ist damit dauerhaft undicht. Das ist kein langsamer Verschleiß, das passiert in Minuten. Der Thermoschutz, den alle 11 Pumpen im Vergleich haben, hilft dabei nur begrenzt: Er schaltet den Motor ab, wenn dieser zu heiß wird – die Dichtung kann bis dahin längst gelitten haben.
Ein Trockenlaufschutz wäre das passende Bauteil, weil er auf fehlenden Wasserfluss reagiert und nicht auf Motortemperatur. Keine Pumpe in diesem Vergleich bringt ihn mit. Das ist keine Nachlässigkeit einzelner Hersteller, sondern der Standard dieser Geräteklasse – man muss es nur wissen. Nachrüsten lässt er sich mit einer separaten Trockenlaufsicherung, die zwischen Pumpe und Druckleitung sitzt.
Am Fass wird meistens improvisiert, und genau hier scheitern die ersten Versuche. Ein normaler Gartenschlauch ist auf der Saugseite ungeeignet: Der Unterdruck zieht ihn zusammen, und dann kommt kein Wasser. Nötig ist ein Saugschlauch mit Spiraleinlage, ein Rückschlagventil und ein Saugkorb.
Regenwasser ist außerdem weiches Wasser und damit für Gartenpumpen in der Regel unproblematisch. Klar sein muss das Wasser trotzdem: Die LANCHEZ 5000 l/h INOX PRO bringt einen integrierten Filter mit, ist laut Hersteller aber ebenfalls für Klarwasser bis rund 1 mm Partikelgröße gedacht.
| Kriterium | Warum es am Regenfass wichtig ist | Werte im Feld |
|---|---|---|
| Gewicht | Die Pumpe wird oft geholt und weggeräumt, nicht fest installiert. | 5,3 kg (Güde GP 6035) bis 12,2 kg (Metabo P 4000 G) |
| Lautstärke | Das Fass steht meist an der Hauswand oder nah an der Terrasse. | Nur eine Pumpe nennt einen Messwert: Gardena 4100 Silent mit maximal 50 dB in 5 m Abstand |
| Ein/Aus-Schalter | Bei kurzen Gießvorgängen willst du nicht jedes Mal den Stecker ziehen. | Belegt u. a. bei Einhell GC-GP 6538, Einhell GC-GP 6040 ECO und allen drei T.I.P.-Pumpen |
| Ablassschraube | Am Fass steht die Pumpe im Freien – im Herbst muss das Wasser raus. | Bei der Güde GP 6035 als Wasserablassschraube ausgewiesen, bei der Einhell GC-GP 6538 als Einfüll- und Ablassschraube |
Die Lautstärke ist der Punkt, an dem Datenblätter am meisten schweigen. Nur eine einzige Pumpe im Vergleich nennt überhaupt einen Zahlenwert, und deshalb steht bei allen anderen bei uns keine Angabe. Wer die Pumpe abends unter dem Schlafzimmerfenster betreibt, findet in Kundenbewertungen mehr dazu als in jedem technischen Datenblatt.
Drei Dinge machen den Unterschied zwischen einem Aufbau, der jahrelang hält, und einem, der jedes Jahr Ärger macht. Erstens: Die Pumpe gehört auf einen festen, trockenen Untergrund – eine Gehwegplatte reicht. Auf weichem Boden rutscht sie durch die Vibration und zieht die Verschraubungen schief.
Zweitens: Eine kurze Saugleitung ist besser als eine lange. Jeder Meter Schlauch kostet Druck, und auf der Saugseite kostet er zusätzlich Ansaugreserve. Drittens: Die Pumpe sollte nicht so dicht am Fass stehen, dass Spritzwasser oder Überlauf sie erreichen. Gartenpumpen sind für den Betrieb im Freien gebaut, aber nicht dafür, im Wasser zu stehen.
Wie das Befüllen und Entlüften beim ersten Start abläuft, steht im Ratgeber zum Anschließen und Entlüften. Die technischen Kriterien im Zusammenhang findest du in der Kaufberatung.
Mit 5,3 kg die leichteste Pumpe im Vergleich und damit angenehm, wenn sie oft geholt und weggeräumt wird. 3.200 l/h bei rund 3,5 bar, Kunststoffgehäuse mit Metall-Gewindeeinsätzen, Wasserablassschraube für den Winter, 4,5 Sterne aus 571 Bewertungen.
Die einzige Pumpe im Feld mit einem konkreten Geräusch-Messwert: maximal 50 dB in fünf Metern Abstand. 4.100 l/h bei 3,6 bar aus 550 Watt, Edelstahlwelle und Keramikdichtung, 6,95 kg, 4,4 Sterne aus 299 Bewertungen.
3.800 l/h bei 3,6 bar, 5,7 kg und ein zentraler Ein/Aus-Schalter direkt am Gerät – praktisch bei kurzen Gießvorgängen am Fass. Mit 11.600 Bewertungen bei 4,5 Sternen die größte Bewertungsbasis im Vergleich.
Meist genügt die Kompaktklasse bis 3.800 l/h, in der fünf der 11 Pumpen liegen. Hängt ein Regner dran, zählt der Druck mehr als die Fördermenge – kleine Pumpen mit rund 4,2 bar sind dann sinnvoller als große mit 3,6 bar.
Kaum. Die Pumpe steht praktisch auf Höhe des Wasserspiegels, und selbst die niedrigsten Werte im Feld von sieben Metern haben hier mehr Reserve, als du brauchst.
Läuft eine Kreiselpumpe ohne Wasser, fehlt ihr gleichzeitig das Kühl- und das Schmiermittel. Die Gleitringdichtung wird trocken heiß, verzieht sich und ist damit dauerhaft undicht – und zwar in Minuten.
Keine der 11 Pumpen in unserem Vergleich hat einen ab Werk. Alle haben einen Thermoschutz, der aber auf die Motortemperatur reagiert und nicht auf fehlenden Wasserfluss. Nachrüsten lässt sich eine separate Trockenlaufsicherung.
Nein. Der Unterdruck zieht ihn zusammen, und dann kommt kein Wasser. Nötig ist ein Saugschlauch mit Spiraleinlage, dazu ein Rückschlagventil und ein Saugkorb.
Der Vergleich zeigt Fördermenge, Druck, Gewicht und Ausstattung aller 11 Pumpen – filtere auf die Kompaktklasse bis 3.800 l/h.